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Darf ich Kundendaten in ChatGPT eingeben?

KI & Datenschutz klar erklärt: Was du mit personenbezogenen Daten in ChatGPT & Co. tun darfst – und wie du auf der sicheren Seite bleibst.

Kurz gesagt: Keine echten personenbezogenen Daten (Namen, Adressen, Kundendetails) in die normale, kostenlose Version. Anonymisiert oder über einen Business-Tarif mit Vertrag: ja, mit klaren Regeln.

Worum es eigentlich geht

Sobald du echte Daten über Menschen eingibst – Name, E-Mail, Vertrag – gilt in Europa die DSGVO. Das Problem: Bei der kostenlosen/Standard-Version vieler KI-Dienste können deine Eingaben zum Training verwendet werden. Genau das willst du bei fremden Daten nicht. Die gute Nachricht: Du musst KI nicht meiden – nur wissen, welche Tür du benutzt.

Die 3 Stufen – von sicher zu riskant

🟢 Anonymisieren (fast immer ok): Namen/Adressen raus, nur die Sachfrage rein. Statt „Antwort an Frau Müller, Bestellnr. 12345…” → „Schreib eine freundliche Antwort auf eine verspätete Lieferung.”

🟡 Business-Tarife (für echte Daten gangbar): ChatGPT Team/Enterprise, die API & Co. trainieren standardmäßig nicht mit deinen Daten, und du kannst einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen. Für viele kleine Unternehmen der saubere Weg.

🔴 Kostenlos/Plus mit echten Kundendaten: Der Fall, der teuer wird. Nicht machen.

Was du konkret tun kannst

  1. Standard: vor dem Einfügen anonymisieren.
  2. Echte Daten nötig: Business-Tarif + AVV.
  3. Im Zweifel: kurz mit Datenschutzbeauftragtem/Anwalt sprechen.

Faustregel

Würdest du die Info auf eine Postkarte schreiben, die jeder lesen kann? Wenn nein, gehört sie nicht ungeschützt in ein KI-Tool.


Hinweis: verständliche Orientierung, kein Rechtsrat. Für deinen konkreten Fall ist fachkundige Beratung nötig.

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